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Das deutsche Versepos zwischen 1848 und 1914

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Nicole Ahlers

Trotz des Bannfluches, den Hegel über Versepen in der Moderne verhängt, werden zwischen 1848 und 1914 zahlreiche Texte dieser Gattung in Deutschland, Österreich und der Schweiz publiziert. Die Arbeit gibt einen Überblick über diese Publikationen und legt an Epen von Spitteler, Hamerling, Jordan und delle Grazie dar, welche Vorschläge darin zur Bewältigung der um 1850 diagnostizierten Kulturkrise unterbreitet werden. Die kulturphilosophischen Grundlagen im poetologischen Streit um das Epos werden phänomenologisch rekonstruiert: Schiller, Nietzsche, Burckhardt, Schopenhauer sowie Darwinismus und Katholizismus spielen eine entscheidende Rolle. Der Streit gipfelt in der Frage nach dem modernen poetischen Subjekt, dem ein Vergleich mit Homer aufgezwungen wird.
Aus dem Inhalt: Heros und Epos in der Krise der Vernunft: Rettungsversuche der Poesie in der Moderne - Die Konkurrenz zwischen Epos und Roman - Die Funktion der Homerischen Frage für die Poetik des Epos - Reflexionen über Heroismus und Idealismus im Epos des Jahrhundertendes.