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Paradigmen

Facetten einer Begriffskarriere

Series:

Michael Fischer and Paul Hoyningen-Huene

Seit Thomas S. Kuhns bahnbrechendem Buch Die Struktur wissenschaftlicher Revolutionen von 1962 hat sich die Bedeutung des Paradigmenbegriffs stark ausgeweitet. Orientierungen, Standpunkte, «Weltbilder» werden mit diesem Begriff erfaßt und deren Wandel als «Paradigmenwechsel» beschrieben. Wo immer in einem Gebiet von einer grundlegenden deskriptiven oder normativen Orientierung die Rede ist, sodaß Detailfragen relativ zu dieser Orientierung entschieden werden, wird heute etwa in der englischen oder deutschen Bildungssprache von einem Paradigma gesprochen. Die Beiträge analysieren Problemfelder in der Philosophie und ihrer Geschichte, in den Rechts-, Sozial- und Kulturwissenschaften.
Aus dem Inhalt: Elisabeth Bronfen: Kundry's Laughter - Peter Daniel: Zaun - Willi Donner: Neuantike Ethiken: Diskursiv und Diätetisch - Jacques D'Hondt: Die Brüche in der europäischen Philosophietradition - Michael W. Fischer: Kultur zwischen Funktion und Mythos - Manfred Gabriel: Musik und Paradigma. Eine soziologisch-handlungstheoretische Erklärungsskizze mit Fallbeispielen aus der Neuen Musik nach 1945 - Johann J. Hagen: Recht, Gewalt und ihre Paradigmen. Eine Reflexion über die Dialektik von Recht und Gewalt - Paul Hoyningen-Huene: Kuhn: Paradigmenwechsel - Nikolaos Intzessiloglou: Offene Rechtssysteme und Interdisziplinarität - Reinhold Knoll: Paradigm Lost - Peter Daniel Moser: Paradigmen, Paradigmenwechsel und geistige Revolutionen in Platons Dialogen - Peter Schaber: Zur Inkommensurabilität moralischer Werte - Wolfgang Schild: Formen der Visualisierung des Rechts - Michael Schmid: Zum Verhältnis soziologischer und ökonomischer Handlungstheorie. Paradigmenwechsel in der Sozialtheorie? - Ota Weinberger: Der neo-institutionalistische Approach in der Jurisprudenz.