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Gesetz und Glück

Untersuchungen zum Naturalismus der stoischen Ethik

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Joachim Lukoschus

Die Untersuchung unternimmt es, die Erkenntnisgründe für die typisch stoische Bestimmung des Endziels des menschlichen Handelns als ein Leben gemäß der Tugend herauszuarbeiten. Die übliche Auffassung, wonach die richtige Vernunft der göttlichen Natur die Grundlage der stoischen Ethik ist, wird dabei zurückgewiesen. Die Stoa konzipiert sie zwar als ein Gesetz, dieses Gesetz aber, so wird argumentiert, ist nicht der Grund der Verbindlichkeit ethischer Normen, sondern nur der Erkenntnisgrund für ihre inhaltliche Bestimmung. Als Grund der Verbindlichkeit wird die natürliche Zueignung des Glücks identifiziert: Weil der Mensch von Natur immer schon glücklich leben will, hat er die ethische Pflicht, so zu leben, daß er glücklich lebt, indem er das naturgegebene Endziel seines Handelns realisiert, das heißt, indem er die Gebote und Verbote des göttlichen Gesetzes der Natur befolgt.
Aus dem Inhalt: Einleitung - Das Endziel des menschlichen Handelns - Die Theorie der Zueignung - Natur und göttliches Gesetz - Die Erkenntnis der Pflicht - Ergebnisse.