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Max Grünhut (1893-1964)

Leben und wissenschaftliches Wirken eines deutschen Strafrechtlers jüdischer Herkunft

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Ulrike Fontaine

Im ersten Teil des Buches wird der Lebensgang des jüdischen Gelehrten beschrieben, sein wissenschaftlich-beruflicher Weg, der auf dem Höhepunkt seiner Laufbahn durch das Naziregime jäh eine tragische Wende erfuhr. Neben einem chronologischen Überblick der wissenschaftlichen Arbeit gewinnt der Leser ein plastisches Bild von dem Menschen Max Grünhut. Der zweite Teil stellt seine Thesen in einen systematischen Gesamtzusammenhang. Dabei wird das bis heute aktuelle wissenschaftliche Konzept herausgearbeitet, das von einem Zusammenwirken von Kriminalpolitik, Strafrechtsdogmatik und Kriminologie ausgeht. Diesen disziplinübergreifenden Ansatz gewinnt Grünhut in der Auseinandersetzung mit der v. Liszt'schen Reformbewegung, die dem Erziehungsgedanken zum Durchbruch verhalf, und der neukantischen Philosophie, die die wert- und zweckbezogene Methode in die Strafrechtsdogmatik einführte.
Aus dem Inhalt: Warum Strafe? Der Zweck der Strafe als Leitbild - Das Verhältnis der Strafe zum Schuldprinzip - Die Verbindung mit der Ethik und dem Prinzip der Eigenverantwortung - Die zentrale Stellung des Richters zwischen förmlicher rechtsstaatlicher Gebundenheit und notwendiger Individualisierung.