Show Less
Restricted access

Angst als psychische und soziale Realität

Eine Untersuchung über die Angsttheorien Freuds und in der Nachfolge von Freud

Series:

Thomas Geyer

Gemessen an der Eigensinnigkeit, mit der die Psychoanalyse seit den von Freud prononciert vorgetragenen Bemerkungen zur Psychotherapie der Hysterie auf einer Logizität der Deutung unbewußter Prozesse beharrt, erscheinen die frühen Beiträge zur Angsttheorie überraschend konventionell. Trotz einer seit 1895 sich rasant entfaltenden psychoanalytischen Theorie und Therapie haben sich in allen Etappen der Theoriebildung die Kuriosa einer voranalytischen Angsttheorie erhalten. Die Studie zeigt, warum die Psychoanalyse, obwohl als Wissenschaft vom Unbewußten bestens gerüstet, gerade dem Anspruch einer elaborierten Angsttheorie, wie ihn Freud wiederholt erhoben hatte, nicht gerecht werden konnte. Bisher ist über die spezifischen Ursachen dieses Theoriedefizits wenig bekannt. Das Buch knüpft an diese Ursachen an.
Aus dem Inhalt: Freuds Weg von der Neurologie zur Psychologie der Angst - Neurasthenie und Angstneurose - Aktual- und Psychoneurosen - Die Angsttheorie in der Nachfolge Freuds - Die Funktion der Abwehrmechanismen - Abwehr und Anpassung - Angst und Objektverlust - Das Programm einer gesellschaftskritischen Psychotherapie und Sozialpsychologie.