Show Less
Restricted access

Ausländerklauseln im Profisport

Series:

Christian Heidersdorf

Gegenstand der Untersuchung sind die sog. Ausländerklauseln in den Regelwerken der Sportverbände, die den Vereinen des Profisports unter Androhung von Sanktionen vorschreiben, wieviele ausländische Sportler sie unter Vertrag nehmen oder im sportlichen Wettkampf einsetzen dürfen. Der Europäische Gerichtshof hat Ende 1995 in seinem vielbeachteten Bosman-Urteil die Unvereinbarkeit bestimmter Ausländerklauseln im professionellen Mannschaftssport mit der Freizügigkeit der Arbeitnehmer nach dem EG-Vertrag festgestellt. Diese Abhandlung befaßt sich neben dem EuGH-Urteil mit weiteren, noch ungeklärten Rechtsfragen im Zusammenhang mit Ausländerbeschränkungen im bezahlten Sport. Als problematisch erweisen sich insbesondere Beschränkungen für Sportler aus nicht der EG angehörenden Staaten, die Anordnung einer Mindestzahl einheimischer Sportler pro Verein sowie der Ausschluß ausländischer Sportler aus den Nationalmannschaften.
Aus dem Inhalt: Vereinbarkeit von Ausländerklauseln mit europäischem Recht: Freizügigkeit der Arbeitnehmer, Dienstleistungsfreiheit, Kartellrecht, Assoziierungsabkommen der EG mit Drittstaaten - Vereinbarkeit von Ausländerklauseln mit nationalem Recht: Grundrechte der Sportler, Kartellrecht.