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Grenzen der Gewalt- Grenzen der Gewaltlosigkeit

Zur Begründung der Gewaltproblematik im Kontext philosophischer Ethik und politischer Philosophie

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Edwin R. Micewski

Gibt es eine «Moral der Gewalt» oder ist Gewalt in ethischer Hinsicht keinesfalls legitimierbar? Der Autor spürt dieser Frage nach und entwickelt - unter Zusammenführung zeitgenössischer Ethikmodelle mit einem metaphysischen Erklärungsansatz - eine «Logik der (politischen) Gerechtigkeit» als gleichsam universalethisches Minimalfundament einer lebenszugewendeten Moralphilosophie. Sowohl zur empirischen Verankerung metaphysischer Reflexionen als auch in der ethischen Fundierung der Gewaltfrage wird insbesondere auf die Philosophie Arthur Schopenhauers zurückgegriffen und deren Modernität und Aktualität hervorgehoben. Philosophisch-theoretische Überlegungen zur Gewalt in individueller wie politisch-militärischer Perspektive werden durch die Darstellung ideengeschichtlicher und empirisch-rechtlicher Aspekte nationaler wie internationaler Politik ergänzt. Ein Kernaspekt der Untersuchung besteht darin, die Identität der Streitkräfte auch in sittlicher Hinsicht im politischen Denken des ausgehenden 20. Jahrhunderts festzuschreiben.
Aus dem Inhalt: Zeitgenössische Ethikdiskussion - Schopenhauers Moralphilosophie und ihre Aktualität - Staat-Recht-Gewalt - Sittliche Legitimität individueller und staatlicher Gewalt - Militärische Gewalt und soldatisches Handeln - Gewalt in Völkerrecht und Charta der Vereinten Nationen.