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Auf den Spuren der Münchner Schule

Nicola Michailow und die Neue Bulgarische Malerei 1878-1944

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Snejanka Dobrianova-Jel. Bauer

Zu Lebzeiten in Deutschland war er gefeiert, heute ist er vergessen: der bulgarische Porträtist Nicola Michailow. Er malte Wilhelm II. in bulgarischer Uniform und Stresemann, aber auch das Porträt des Führers. Die Autorin stellt den Künstler in einen zeit- und kunstgeschichtlichen Kontext und zeichnet die deutsch-bulgarischen Beziehungen in der bildenden Kunst von 1878 bis 1944 nach. Beziehungen, die sich im deutschen Kaiserreich intensiviert hatten und später von den Nationalsozialisten instrumentalisiert wurden. Aufgezeigt werden die Einflüsse der Münchner Schule auf die bulgarische Genre-, Historien- und Porträtmalerei und wie sich bulgarische Künstler zwischen 1933 und 1945 politisch haben vereinnahmen lassen. Als erste Autorin wirft Dobrianowa-Bauer die Frage auf, ob es in dem mit Deutschland verbündeten Bulgarien eine faschistische Kunst gab.
Aus dem Inhalt: Die Beziehungen zwischen Bulgarien und Deutschland auf dem Gebiet der bildenden Kunst 1878-1944 - Kulturpolitik im Dienste deutscher Propaganda - Die Neue Bulgarische Malerei und die Münchner Schule in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts - Zu Lebzeiten in Deutschland gefeiert, heute vergessen: der bulgarische Porträtist Nicola Michailow.