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Beobachtungen zur poetischen Technik und dichterischen Kunst des Claudius Claudianus, besonders in seinem Werk «De raptu Proserpinae»

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Kathrin Susan Ahlschweig

In der Arbeit wird versucht, die Eigenart des anspruchsvollen claudianischen Stils genauer zu erfassen und in die Literaturgeschichte einzuordnen. Dies geschieht im ersten Teil durch eine systematische Auswertung einzelner poetischer Kunstgriffe, auch im Vergleich mit anderen Autoren. Dabei wird nachgewiesen, daß und wie sich D.r.P. gegenüber anderen Werken Claudians durch sein hohes Ausarbeitungsniveau auszeichnet. Weiter wird die Art und Weise des Vorrangs der «großen» Bilder aufgezeigt, denen Claudian gegen die epische Tradition mehr Mühe als den Reden widmet. Bei den Interpretationen des zweiten Teils wird an großen Textzusammenhängen gezeigt, wie in D.r.P. die im ersten Teil untersuchten formalen Kunstgriffe und die inhaltlichen Aussagen zusammenstimmen.
Aus dem Inhalt: Aufbau-Analyse von D.r.P. - Personifikation, Metaphorik, Variatio, Wortstellung, verkürzte Ausdrucksweise in D.r.P. im Vergleich mit Claud. 7; 10; 15; carm.min.53; Verg.georg. 1; Aen.6; Ov.met.5,341-550 - Technik der Vermischung und Kontrastierung, Technik der Überlappung, Dimensionen der Bilder, Unterschiede bei der Anwendung verschiedener Stilmittel im Blick auf ihre Häufigkeit in Bildern, erzählenden Partien und Reden in D.r.P. - Interpretationen der «großen» Bilder aus D.r.P. - Exkurs zur Übereinstimmung von Metrik und Inhalt.