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L'enfer des femmes

Zum Bild der alternden Frau in der französischen Literatur

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Marlene Kuch

Das Älterwerden ist vornehmlich für die Frau mit hartnäckigen Klischees und Tabus belastet. Über das Frauenbild in der Literatur ist zwar bereits vieles geschrieben worden, zu wenig wurde dabei aber das letztlich banale Faktum berücksichtigt, daß (auch) die Frau ein durch Zeit und Vergänglichkeit determiniertes Wesen ist. Die Arbeit will zeigen, wie die literarische Darstellung und Funktionalisierung der Frau zur abfälligen Haltung gegenüber dem weiblichen Altern beiträgt. In der älteren Literatur Frankreichs ist das Erscheinen der alten Frau festgelegt auf wenige stereotype Rollenmuster und gebunden an niedrige Stillagen und Genres. Im realistischen Roman des 19. Jahrhunderts, dem der zweite Hauptteil gewidmet ist, gewinnt das Bild der alternden Frau an Seriosität, an Variationsbreite, an psychologischer Tiefe. Die durch den männlichen Blick bedingten negativen und stereotypen Voreinstellungen sind jedoch keineswegs überwunden, sie äußern sich lediglich auf subtilere Weise.
Aus dem Inhalt: Traditionelle Repräsentationen - Die häßliche Alte, die komische Alte, die Hexe... - Die alternde Frau im Roman des 19. Jahrhunderts: Der weibliche Körper als Schicksal.