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Ausschüsse für Strafprozeßrecht und Strafrechtsangleichung (1934-1941)

Herausgegeben und mit einer Einleitung versehen von Werner Schubert

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Werner Schubert

Der Band dokumentiert die Beratungen und Verhandlungsergebnisse des Ausschusses der Akademie für Deutsches Recht für Strafprozeßrecht und des Ausschusses für die Strafrechtsangleichung zwischen dem Altreich und den Reichsgauen der Ostmark. Unter dem Vorsitz der Professoren Friedrich Oetker, August Schoetensack und des Grafen Gleispach verfolgten die Ausschüsse eine - gegenüber den Entwürfen des Reichsjustizministeriums zu einem neuen Strafverfahrensgesetz und den Parteigremien der NSDAP - im ganzen gemäßigtere Linie (Widerstand gegen außerordentliche Rechtsmittel und den Wegfall des Vorverfahrens). Insgesamt folgte der Ausschuß der Konzeption eines autoritären Strafprozesses mit scharfer Trennung zwischen dem staatsanwaltschaftlichen Vorverfahren und dem richterlichen Hauptverfahren. Die Einleitung des Herausgebers erschließt die Verhandlungsergebnisse und die Biographien der Ausschußmitglieder.
Aus dem Inhalt: Themen der strafprozessualen Reformdiskussion unter dem Nationalsozialismus: Staatsanwaltschaftliches Ermittlungsverfahren - Wegfall des Eröffnungsbeschlusses - Stellung des Richters im Hauptverfahren - Führerprinzip - Verhältnis der Staatsanwaltschaft zur Polizei - Laienrichterbeteiligung - Stellung des Verteidigers - Rechtsmittelsystem - Rechtsanalogie in der Praxis - Friedensrichter - Erweiterung des Wiederaufnahmeverfahrens.