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Zynisches Handeln

Prolegomena zu einer Pathologie der Moderne

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Ralf Weber

Die Arbeit beschreibt zynisches Handeln als eine Form psychischer Realitätsbewältigung. Der erste Teil spannt dabei einen Theoriebogen von Konzepten der Handlungstheorie und der Rollentheorie bis hin zu den Ansätzen der modernen coping-Forschung. Ausgehend von einem empirisch hergeleiteten Zynismus-Begriff wird eine Basis entwickelt, von der aus die gesellschaftlichen Bedingungen individuellen zynischen Handelns sichtbar werden. Wachsende moralische Handlungsaufforderungen, so die These des Buches, sind mit zunehmend geringeren Handlungsspielräumen der gegenwärtigen Gesellschaft konfrontiert. Diesem Dilemma entzieht sich der Zyniker. Durch die zynische Handlung wird der grundlegende Konflikt lediglich entsorgt, aber niemals bewältigt. In einem skizzenhaften Schlußpanorama werden exemplarische Zynismen dreier Zeitgenossen untersucht.
Aus dem Inhalt: Zynismus im öffentlichen Sprachgebrauch - Handlungs- und rollentheoretische Aspekte dreier Zynismusmodelle - Gesellschaftliche Belohnungen zynischen Handelns - Zynismus als coping-Strategie - «Zynismusskizzen» : Lee Iacocca, Thomas Mann und Heiner Geißler als Zyniker?