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«Historia» in «statua»

Zur Eloquenz plastischer Bildwerke Michelangelos im Umfeld des Christus von Santa Maria sopra Minerva zu Rom

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Kerstin Schwedes

In einem völlig neuartigen, kontextualisierten Forschungsansatz werden skulpturale Einzelwerke Michelangelos - allen voran der Christus - einer Revision unterzogen. Diese zeigt, daß viele bisher irritierende Formphänomene Zeugnisse einer überlegten, innovativen Werkkonzeption sind. Mit Hilfe rhetorischer Stilfiguren, die Michelangelo in bildnerische Gestaltungsmodi überführt, setzt er Albertis historia-Doktrin im Medium der Plastik um. Michelangelos bildhauerischem OEuvre kommt somit in weitreichenderer Hinsicht als bisher angenommen eine Schlüsselstellung für die Beurteilung des Paragone sowie der Werke des Manierismus und des Barock zu. Gerade der oftmals mißverstandene Christus erweist sich dabei als Paradigma Michelangelos Auffassung von Skulptur.
Aus dem Inhalt: Michelangelos Skulptur zwischen statua und historia - Verkündigung, Passion und Auferstehung: S. Maria sopra Minerva und der Christus von Michelangelo - Die Römische Pietà die Brügger Madonna, der David, der Bacchus u.a. - Aspekte der Kunsttheorie im Paragone - Zur Rezeption: Werke von Danti, Giambologna, Cellini und Bernini.