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Kollektive Identität und Tod

Zur Bedeutung ethnischer und nationaler Konstruktionen

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Charlotte Uzarewicz and Michael Uzarewicz

In einer Diskursanalyse wissenschaftlicher Theorien werden verschiedene Konstruktionsweisen ethnischer und nationaler Identität untersucht. Bezogen auf die soziale Realität bleiben sie jedoch defizitär. Die Problematisierung des Identitätsbegriffs und die Typologisierung von sozialen Beziehungen erlaubt eine Differenzierung von Kollektivitäten und falsifiziert kurzschlüssige Argumentationen. Eine Bedeutungsanalyse hingegen zeigt, daß Ethnizität und nationale Identität aus archaischen und modernen Versatzstücken synthetisierte Religionen sind. Als Überlebensstrategie versöhnen sie die Individuen mit dem eigenen Tod durch den Glauben an das Weiterleben im Kollektiv. In Anlehnung an die literarische Anthropologie wird belletristische Literatur der ehemaligen DDR und der sogenannten Rumäniendeutschen soziologisch analysiert, um die im theoretischen Teil erarbeiteten Konstruktionsprinzipien zu veranschaulichen.
Aus dem Inhalt: Kollektive Identität - Tod - Grenze - Fremdheit - Dimensionen identitärer Konstruktionen - Beziehungstypologie - Kollektivitäten - Ethnizität in wissenschaftlichen und soziopolitischen Zusammenhängen - Rumäniendeutsche - nationale Identität zwischen Kultur und Staat - Literarische Soziologie: DDR-Literatur, Minderheitenliteratur (Rumäniendeutsche).