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Die versunkene Welt

Hannah Arendts Theorie des öffentlichen Handelns

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Seifried Seyer

Die seit mehreren Jahren anhaltende Renaissance des im deutschen Sprachraum lange Zeit vernachlässigten politischen Denkens Hannah Arendts deutet auf eine Veränderung in der Wahrnehmung des gesellschaftlichen Gegenstandsbereiches. Die seit Beginn der Moderne dominierende technische und ökonomische Rationalität gerät zunehmend in die Krise. Gleichgültig, ob Hannah Arendts Werk als philosophische, politische oder soziologische Theorie interpretiert wird: sich von den «verhängnisvollen Fetischen» der ökonomischen Vernunft zu befreien, ist die treibende Kraft in ihrer Theorie. Die Sehnsucht nach einer intakten politischen Öffentlichkeit, die sich in der Geschichte nur selten, und wenn, dann nur für kurze Zeit realisierte, ist ihre Inspirationsquelle. Die Arbeit zeichnet - unter Rekurs auf die abendländische Tradition der praktischen Philosophie - Arendts Begriff von Politik und politischer Öffentlichkeit nach.
Aus dem Inhalt: Welt-Raum und Öffentlichkeit - Die Bedingungen des Politischen - Die Frage nach den Lebensformen in der Polis - Die Handlungstypik im öffentlichen Raum - Denken ohne Geländer: Ausgrenzungen aus dem Erscheinungsraum - Geistige Vermögen des Politischen: das Meinen, das Urteilen - Kants ästhetische Urteilskraft - Anhang: die Eichmann-Kontroverse.