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Die Macht der Ohnmacht

Leben und Politik des Franz Xaver Ritter von Epp (1868-1946)

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Katja-Maria Wächter

Die Macht der Ohnmacht bekam Franz Xaver Ritter von Epp häufig zu spüren: als Kolonialkämpfer, als Kompaniechef im Ersten Weltkrieg, als Freikorpsführer und insbesondere unter Hitler als Reichsstatthalter von Bayern und Leiter des Wehrpolitischen und des Kolonialpolitischen Amtes der NSDAP. Ritter von Epp war ein typischer Vertreter jener Generation, die bei dem Versuch, den Nationalsozialismus für eigene Ziele zu benutzen, selbst benutzt und entmachtet wurde. Er diente Hitler als Mittler zwischen Reich und Land, zwischen Partei und Staat, zwischen Konservativen und Radikalen. Trotz innerer Distanz und Kontakten zur Widerstandsgruppe Freiheitsaktion Bayern war er zum offenen Bruch nicht fähig. Die politische Biographie Epps steht beispielhaft dafür, wie die Erfahrungen aus Kaiserreich, Weltkrieg und den Wirren der Weimarer Republik Hitler Gefolgsleute verschaffte, die so wenig mit ihm gemein hatten.
Aus dem Inhalt: Entwicklung von Franz Xaver Ritter von Epp vom Konservativen zum Nationalsozialisten: Kolonialdienst in China und Deutsch-Südwest - Einsatz im Ersten Weltkreig - Das Freikorps Epp - Konflikt zwischen Bayern und dem Reich - Der Deutsche Notbann - Parteistruktur und Machtverteilung in der NSDAP - Das Reichsstatthalteramt in Bayern - Wehrpolitik und koloniale Pläne im Dritten Reich - Kontakt mit der Widerstandsgruppe Freiheitsaktion Bayern - Internierung durch die Alliierten.