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Die stumme Beziehungssprache der Geschlechter

Eine Mikroanalyse des nonverbalen Interaktionsverhaltens gegen- und gleichgeschlechtlicher Dyaden

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Dorit Suwelack

Gibt es eine nonverbale «Geschlechterrealität» - eine nichtsprachliche Inter- wie Intrageschlechtlichkeit jenseits makrostruktureller Verankerungen in Gestalt gängiger Geschlechtsrollenstereotype? In dieser Arbeit steht die wissenschaftstheoretische Auseinandersetzung mit dem Phänomen einer interaktiven Geschlechterpersönlichkeit gleichbedeutend neben dem empirischen Anliegen, über eine hochauflösende Bewegungsanalyse des nonverbalen Interaktionsverhaltens von Mann und Frau in gegen- wie auch gleichgeschlechtlicher Begegnung Einblicke in ihre Beziehungsstrukturen zu erlangen. Der Gegenstand der Betrachtung ist die Mikrostruktur interdependenter Verhaltensmuster und ihre wechselseitige Verzahnung im nonverbalen Kommunikationsgeschehen. Weitere Beachtung findet der Einfluß des Interaktionspartnergeschlechts wie auch die geschlechtliche Selbsteinschätzung von Mann und Frau.
Aus dem Inhalt: Die Geschlechtlichkeit des Menschen als Gegenstand der wissenschaftlichen Forschung - Geschlecht und nonverbales Verhalten - Das biologische versus psychologische Geschlecht als regulierender Ordnungsfaktor von gegen- versus gleichgeschlechtlichen Interaktionen - Methode: Erfassung des nonverbalen Verhaltens - Erfassung des psychologischen Geschlechts - Ergebnisse: Das intrapersonelle und interpersonelle Kommunikationsverhalten gegen- und gleichgeschlechtlicher Dyaden - Diskussion: Die biologische versus psychologische Reflexivität als konstitutives Phänomen objektiven versus subjektiven Mann-/Frau-Seins und der Aspekt der Gleichgeschlechtlichkeit - Die Reflexivität innerer, interaktiver Objektwelten auf äußere Regulationsmuster und der Mutter- versus Vater-Aspekt.