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Legitimation einer staatlichen Industriepolitik und Analyse der europäischen Industriepolitik in ausgewählten Teilbereichen

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Jürgen Reul

Seit den Maastrichter Verträgen ist in Europa die industriepolitische Diskussion entflammt, ob die europäische Integration primär durch eine aktive Wettbewerbspolitik oder eine gestaltende Industriepolitik bewirkt werden soll. Für eine staatliche Industriepolitik finden sich sowohl historische und theoretische als auch empirische Legitimationen. Die erfolgreiche Außenhandelspolitik der USA war bis in die 60er Jahre protektionistisch geprägt. Auch neuere theoretische Modelle begründen positive Wohlfahrtseffekte durch eine gestaltende Industriepolitik. Schließlich ist die japanische Industriepolitik das prägnanteste Beispiel eines konzeptionierten Interventionismus. Daraus lassen sich Industriepolitikmechanismen ableiten und die Schwachstellen der europäischen Industriepolitik analysieren. Den industriepolitischen Statements wie auch den Branchenlösungen liegen durchweg oberflächliche Problemanalysen zugrunde. Die dann abgeleiteten Maßnahmen sind entsprechend wenig fundiert und kaum problembezogen.
Aus dem Inhalt: Für eine staatlich geleitete Industriepolitik finden sich historische, theoretische und empirische Begründungen - Vor dem Hintergrund der erfolgreich konzeptionierten Industriepolitik in Japan werden die Schwachstellen der europäischen Industriepolitik analysiert.