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Das kosmische Gedächtnis

Kosmologie, Semiotik und Gedächtnistheorie im Werke Giordano Brunos (1548-1600)

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Wolfgang Wildgen

Die nach den Prinzipien einer copernicanischen Kosmologie aufgebaute Gedächtnistheorie Giordano Brunos wird anhand seiner Texte exakt rekonstruiert und als wichtiger Beitrag zu einer theoretischen Zeichenlehre (Semiotik) interpretiert. Im einleitenden Essay faßt der Autor anhand von Reiseeindrücken seine semiotische «Lektüre» der Orte, an denen Bruno gelebt hat, zusammen. Die beiden ersten Vorlesungen sind dem Lullismus und Copernicanismus als Basis der Innovation in Brunos Gedächtnistheorie gewidmet. Die dritte Vorlesung beschreibt die Entwicklung der gedächtnistheoretischen Schriften Brunos (Paris, London, Wittenberg, Prag, Frankfurt) und die vierte Vorlesung rekonstruiert exakt zentrale Aussagen der letzten Schrift: De imaginum, signorum et idearum compositione (Von der Zusammensetzung der Bilder, Zeichen und Ideen; Frankfurt 1591). Die letzte Vorlesung diskutiert verschiedene Aktualisierungen seit dem 17. Jahrhundert und beurteilt die wissenschaftliche Aktualität der Semiotik und Kosmologie Giordano Brunos vor dem Hintergrund der neuesten Forschungen in Astrophysik, Semiophysik, Psychologie und Künstlicher Intelligenz (KI).
Aus dem Inhalt: Semiotische Lektüre des Lebens- und Fluchtweges Giordano Brunos - Die Voraussetzungen der kosmischen Gedächtniskunst (Lullus und Copernicus) - Die Entwicklung der Gedächtniskunst im Werke Giordano Brunos bis zu seinen Frankfurter Schriften - Die Aktualität der kosmischen Gedächtniskunst Giordano Brunos.