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«Secret du secret dans le silence du rêve dans le rêve»

Traumerzählungen in den Romanen «L'enfant de sable» und «La nuit sacrée» von Tahar Ben Jelloun

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Sabine Tamm

Tahar Ben Jelloun, geboren 1944 in Marokko, gilt als der erfolgreichste maghrebinische Schriftsteller französischer Sprache. Die Autorin zeigt am Beispiel der Romane L'enfant de sable und La nuit sacrée (Prix Goncourt 1987) die Funktionen der zahlreichen Traumerzählungen. Als promovierter Psychologe setzt Ben Jelloun seine Kenntnisse der Psychoanalyse Freuds ein, um dem Innenleben der Romanfigur Tiefe zu verleihen. Darüber hinaus dienen die Traumerzählungen der Sozialkritik und sind literarisches Stilmittel, das eine durch Borges geprägte «Liberté dans l'écriture» ermöglicht. Auch die arabische Traumauffassung geht in die Romane ein, so daß die Analyse der Traumerzählungen ein Amalgam verschiedener Kontexte sichtbar macht, das Ben Jellouns Werk auszeichnet. Dies ist die erste deutschsprachige Dissertation, die sich ausschließlich Ben Jelloun widmet.
Aus dem Inhalt: Traumerzählungen zur umfassenden Charakterisierung der Protagonistin - Traumerzählungen als Bestandteil der Gesellschaftskritik - Traumerzählungen und ihr Bezug zur Metaebene der Romane - Traumerzählungen als Gestaltungsprinzip.