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Sekundäre Interjektionen

Eine diskursanalytische Annäherung

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Martin Reisigl

«O Gott¿», «geh komm¿» und «Teixel», «o dio¿», «mah dai¿» und «cacchio¿», das sind je ein deutsches und italienisches Beispiel für drei Untergruppen eines sprachlichen Phänomenbereichs, der unter dem Begriff «sekundäre Interjektion» gehandelt wird. Den in der Linguistik bisher stark vernachlässigten sekundären Interjektionen widmet sich diese Studie. Aus diskursanalytischer Perspektive rekonstruiert sie ihre Genese und erarbeitet spezifische Kriterien, die eine Grenzziehung gegenüber benachbarten Spracherscheinungen wie Ausrufen, Ideophonen und Ellipsen ermöglichen. Die emotiven, kognitiven, appellativen, gesprächsgliedernden und -steuernden Funktionen der sekundären Interjektionen untersucht die Arbeit einzelsprachlich und in Abhängigkeit von intonatorischen Parametern.
Aus dem Inhalt: Apostrophische Vokative, phatische Imperative und paraphasische denominale Verstümmelungen als sekundäre Interjektionen - Die kommunikativen Funktionen der sekundären Interjektionen in Abhängigkeit von intonatorischen Parametern - Versuch einer funktionalen Etymologie der sekundären Interjektionen - Italienisches und deutsches (insbesondere Südtiroler) Datenmaterial.