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Erlaubte Risiken

Grundfragen des «erlaubten Risikos» im Bereich der Fahrlässigkeitsdogmatik

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Wiebke Schürer-Mohr

Im Zuge der fortschreitenden Technisierung gewinnt die Frage der rechtlichen Bewältigung der modernen gesellschaftlichen Systemgefahren zunehmend an Bedeutung. Ziel der Arbeit ist ein Konzept einer rechtsverhältnismäßigen Begründung und Konkretisierung erlaubten Gefahrhandelns. Der Kritik unterliegt hierbei die bislang vorherrschende utilitaristische Interessenabwägung zugunsten eines überwiegend sozialen Nutzens. Die Autorin sucht die Lösung in einer modifizierten Interessenabwägung. In Anlehnung an das Rechtsinstitut der mutmaßlichen Einwilligung muß die gefährdende Handlung durch die (mutmaßlichen) Interessen der Betroffenen legitimiert sein. Erforderlich ist, daß der Eingriffsbetroffene als Mitglied der Rechtsgemeinschaft der Vornahme der Handlung wird zustimmen müssen.
Aus dem Inhalt: Rechtspolitische Begründung «erlaubter Risiken» - Kritik der bislang vorherrschenden utilitaristischen Interessenabwägung - Entwicklung einer materiell rechtsverhältnismäßigen Begründung in Rückbindung an die Interessen des Eingriffsbetroffenen - Dogmatische Einordnung - Positivrechtliche Konkretisierungen.