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Monumentale Höllendarstellungen im Trecento in der Toskana

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Marion Opitz

Die Infernobilder werden bis auf den heutigen Tag mit «Chaos» gleichgesetzt, im Sinne einer antithetischen Darstellung zum Paradiesbild. In der Toskana haben sich jedoch drei monumentale Höllenfresken aus dem Trecento erhalten, die eine kompositionelle Einteilung in Bulgen aufweisen. Es stellte sich die Frage nach der Herkunft dieses Ordnungsprinzips. Der danteske Aufbau des Inferno erwies sich dabei als hilfreiche Vorlage. In allen Höllenbildern fanden Vollstreckungsarten der offiziellen Strafpraxis Eingang. Neben diesem Faktum ist es der wiederkehrende Aufbau und die Korrespondenz zwischen Sünde und Strafe, die den memorierenden Aspekt der Bilder unterstützen.
Aus dem Inhalt: Höllendarstellung innerhalb des Jüngsten Gerichtsbildes und Aufbau des dantesken Inferno - Die Höllendarstellungen im Camposanto zu Pisa, in der Strozzikapelle in Florenz und der Collegiata in San Gimignano - Vollstreckungsarten der offiziellen Strafpraxis.