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«Dunkle Archive der Seele» in hellen Gebärden des Körpers

Die Anthropologie der neusachlichen Prosa

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Gabriella Hima

Das Buch beschreibt Wahrnehmungs-, Aktions- und Ausdrucksformen der «Neuen Sachlichkeit». Diverse Attitüden in repräsentativen Erzähltexten werden unter behavioristischem Aspekt dargestellt. Analogien zwischen Dezsö Kosztolanyi, Joseph Roth, Erich Kästner und Irmgard Keun liefern Indizien für den breiteren Wirkungskreis der umstrittenen literarischen Strömung, die im vorliegenden Werk nicht nur als «weimaranische Inzucht» betrachtet wird. Kosztolanyi, bedeutender ungarischer Schriftsteller der Zwischenkriegszeit, wird hier zum ersten Mal im Zusammenhang mit deutschsprachigen Schriftstellern besprochen.
Aus dem Inhalt: Menschen- und Weltbild der Neuen Sachlichkeit: Raum, Scham, Rebellion, Lebenskunst - Philosophisches Fazit: Behaviorismus, Schamkultur, Antipsychologismus - Anthropologischer Schluß: Binäre Ordnung des Alltagslebens und der Psyche.