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Die Aufnahme neuer Staaten in die Völkerrechtsgemeinschaft

Das völkerrechtliche Institut der Anerkennung von Neustaaten in der Praxis des 19. und 20. Jahrhunderts

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Christian Hillgruber

Über die völkerrechtlichen Regeln der Anerkennung von Neustaaten besteht heute mehr denn je Unklarheit. Um in dieser elementaren Frage gesicherte Erkenntnisse zu gewinnen, untersucht die Arbeit die Staatenpraxis anhand repräsentativer Fälle von der Entstehung der Vereinigten Staaten von Amerika bis zu den Nachfolgestaaten im ehemaligen Jugoslawien. Die Untersuchung fördert eine bemerkenswerte Kontinuität der Staatenpraxis zutage. Stets sieht sich die Staatengemeinschaft vor dieselbe Aufgabe gestellt: den Neuling in ihre Rechtsgemeinschaft zu integrieren. Das Verfahren der Anerkennung dient der vorsorglichen Kontrolle, ob der Neustaat fähig und willens ist, die ihm in dieser Gemeinschaft obliegenden völkerrechtlichen Verpflichtungen zu erfüllen. So erweist sich das Völkerrecht auch und gerade im Institut der Anerkennung der Rechtssubjektivität von Neustaaten als Rechtsordnung.
Der Autor: Christian Hillgruber, geboren 1963, wurde nach Abschluß des Studiums der Rechtswissenschaft in Köln mit einer verfassungsrechtlichen Arbeit zum Thema «Der Schutz des Menschen vor sich selbst» (1992) promoviert. 1997 habilitierte er sich an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln und erhielt die Lehrbefugnis für die Fächer Staats- und Verwaltungsrecht, Völker- und Europarecht verliehen. Die vorliegende Schrift stellt seine Habilitationsarbeit dar.