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Die Zahlungsbereitschaft von Urlaubsgästen für den Naturschutz

Theorie und Empirie des Embedding-Effektes

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Stefan Degenhardt and Silke Gronemann

Die Contingent-Valuation-Methode ist eine gängige Bewertungsmethode für öffentliche Güter. Bei ihrer Anwendung werden Probanden nach ihrer Zahlungsbereitschaft für ein Gut befragt. Im Rahmen der Arbeit wurde in zwei Gemeinden die Zahlungsbereitschaft von Urlaubsgästen für die Umsetzung zweier konkreter Naturschutzprogramme in der Umgebung erhoben. Besonderes Augenmerk galt dem sogenannten Embedding-Effekt. Darunter wird die empirische Beobachtung verstanden, daß in Befragungen für unterschiedliche Mengen eines öffentlichen Gutes ähnliche - und nicht entsprechend unterschiedlich hohe - Zahlungsbereitschaften angegeben werden. Ein wesentliches Ziel bestand darin, Erklärungsansätze für den beobachteten Effekt herzuleiten und empirisch zu untersuchen. In den zwei Umfragen erklärt die bislang unbeachtete Hypothese, die den Probanden implizite Verteilungsannahmen unterstellt, den Effekt am besten.
Aus dem Inhalt: Vorgehensweise und methodische Probleme der Contingent-Valuation-Methode (CVM) - Der Embedding-Effekt in der CVM - Kosten des Naturschutzes in Deutschland - Konzeption und Auswertung zweier eigener empirischer CV-Untersuchungen - Einordnung der Ergebnisse in den nationalen und internationalen Zusammenhang.