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Das Spiel der Identitäten in der Konstitution von «Wir»-Gruppen

Ost- und westdeutsche Jugendliche und in Berlin geborene Jugendliche ausländischer Herkunft im gesellschaftlichen Umbruch

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Arim Soares do Bem

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konstitution von Wir-Gruppen, insbesondere mit Identitätsherausbildungen unter ost- und westdeutschen Jugendlichen sowie in Berlin geborenen Jugendlichen ausländischer Herkunft beiderlei Geschlechts nach der Vereinigung Deutschlands. Durch qualitative Interviews, die zwischen 1990 und 1993 stattgefunden haben, werden die Zuschreibungen für Ein- und Ausgrenzungsprozesse im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Inhalten, Erfahrungen und Dynamiken analysiert, welche den bundesrepublikanischen kollektiven Interdiskurs zur Zeit der sogenannten «Asyl-Debatte» geprägt haben. Die flexible, fast beliebige Verschiebung von Feindbildern bildet hier, in einer Zeit sich umstrukturierender Grenzen in der Bundesrepublik, den zentralen Mechanismus der psychosozialen Konstruktion von Gruppen-Identitäten unter den interviewten Heranwachsenden.
Aus dem Inhalt: Mehrheit/Minderheit-Diskurse - Männliche Subjektion, politische Orientierung und inter-ethnische Artikulation - Widerstand und Autoritarismus - Sozialisation deutscher und ausländischer Mädchen - Integrationsbestrebung und Gewalt unter ostdeutschen Mädchen/Jungen - Der diskursive Wiederaufbau der Mauer - Links/Rechts-Binarismus - Rechtsorientierung unter bikulturellen Jugendlichen.