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Apparatur und Rhapsodie

Zu den Filmen des Dziga Vertov

Series:

Natascha Drubek-Meyer and Jurij Murasov

Der russisch-sowjetische Dokumentarfilmer und Filmtheoretiker Dziga Vertov (1896-1954) zählt zu den schillerndsten Erscheinungen zwischen der revolutionären Avantgarde der 20er und dem Sozialistischen Realismus der 30er Jahre. Der Sammelband vereint Beiträge zu Leben und Werk sowie Wirkung und Rezeption Vertovs mit semiotischen, dekonstruktivistischen und medientheoretischen Analysen seiner Filmpraxis und -theorie; eingehend werden dabei u.a. die Filme Der Mann mit der Kamera, Drei Lieder über Lenin und Wiegenlied sowie der Begriff des filmischen Intervalls untersucht. Der Band ging aus einem Workshop hervor, der anläßlich des 100. Geburtstags Dziga Vertovs im November 1996 im Berliner Kino Arsenal stattgefunden hatte.
Aus dem Inhalt: Viktor Listov: Vertov - Einst und für immer - Thomas Tode: Ein Russe auf dem Eiffelturm. Vertov in Paris - Norbert M. Schmitz: Die Geburt des Films aus dem Geiste des Kommunismus - Ilja Kukuy: «Verschiedenes über dasselbe» - Vertov und Godard - Oksana Bulgakowa: Von der Erfindung des Films zum zweiten Mal - Yuri Tsivian: Einige Überlegungen zur Struktur des Films Der Mann mit der Kamera - Sven Spieker: Orthopädie und Avantgarde. Dziga Vertovs Filmauge aus prothetischer Sicht - Dragan Kujundzic: Dziga Vertov or the Return of the Sight (Five Intervals) - Klaus Kanzog: Internalisierte Religiosität. Elementarstrukturen der visuellen Rhetorik in Dziga Vertovs Drei Lieder über Lenin - Jurij Murasov: Die Frau im Zeitalter ihrer kinematographischen Reproduzierbarkeit. Vertovs Wiegenlied und das Don-Juan-Syndrom.