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Orangerien in Westfalen

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Claudia S. Linten

Die Orangerie war der Inbegriff eines besonderen Lebensgefühls, das im Barock entstand. Sie durfte in keiner größeren Gartenanlage fehlen und hatte meist eine Doppelfunktion: Aufbewahrungsort für exotische Pflanzen und Ambiente für höfische Sommerfeste. In Westfalen haben sich viele Orangerien bis heute erhalten. Eine detaillierte Analyse dieser Gartengebäude blieb aber bisher aus. Diese Arbeit liefert eine exakte baugeschichtliche und bautypologische Untersuchung der westfälischen Orangerien. Ferner wird die Funktion der Orangerie im Rahmen der höfischen Gesellschaft untersucht. Zum besseren Verständnis des komplexen Kunstwerks Orangerie werden die Gartenentwicklung und die Festkultur des Barocks dargelegt. Auch die Kulturgeschichte der Orange wird beleuchtet. Als Fazit kann festgehalten werden, daß es keinen spezifisch westfälischen Orangerietypus gibt. Sehr erstaunlich ist aber, daß die Orangerien Westfalens auf engstem Raum die Orangerieentwicklung des gesamten deutschen Sprachraums dokumentieren.
Aus dem Inhalt: Kulturgeschichte der Zitrusfrüchte - Theoretische und real-baugeschichtliche Entwicklung der Orangerie - Höfische Feste des Barocks - Voraussetzungen für die Entwicklung von Orangerien in Westfalen - Untersuchung der Orangerien in Westfalen - Ausblick in das 19. Jahrhundert.