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Religionsunterricht als Zeichenbildung

Studien zu Semiosen in Schule und städtischem Kontext

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Dirk Röller

Die «auratischen» Orte der Jugendkulturen, die Allmacht verheißenden, gleißenden Fassaden der Banken oder die Sinn- und Orientierungsangebote der Werbung und der Medien stellen Orte dar, die die herkömmlichen Orte religiösen Erfahrens und Lebens in Geheimnis, Anspruch und Zugriff auf die Gesamtheit des Lebenslaufs, Kult und Ritual ersetzt haben. Man wird deshalb kaum umhinkommen, Religion an jenen Orten als die Suche in immer neuen, sich vernetzenden öffentlichen Zusammenhängen stattfinden zu lassen. Der Autor geht in seinem Buch diesen Zusammenhängen am Beispiel des schulischen Religionsunterrichts unter semiotischem Blickwinkel nach. Er entziffert die Wahrnehmbarkeit von Religion in der Öffentlichkeit städtischen Zusammenlebens und in ihrer institutionalisierten Form schulischen Lehrens und Lernens. Wie sind die Zeichen strukturiert, in denen sich Religion ausdrückt? In welchen Bezugssystemen geschieht dies, und welche Relevanz haben solche Zeichen für religiöse Lernprozesse? Wer so fragt, ist auf dem Weg zu einer eigenen semiotischen Didaktik, die letztlich weit über einen schulischen Kontext hinausweist.
Aus dem Inhalt: Stichworte: Religion, Stadt, Öffentlichkeit, Lernwege - Religionsunterricht in Schule und Öffentlichkeit - Lernort Markt und die städtischen Artefakte - Lernwege in der Stadt - Identität in Mentopolis - Exzessivität und Erfahrung des Anderen - Kultur, Gedächtnis, Lernen - Gedächtnis und Stadt - Semiosen der Zeitkultur - Identität und Rolle als Semiosen des Lernens - Schülerrolle - Lehrerrolle - Kommunikation im Lernraum - Wege zu einer semiotischen Didaktik - Beispielskizzen aus dem Unterricht.