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Brücken zwischen Human- und Naturwissenschaft

Gemeinsames in Thesen eines Germanisten und des Biochemikers Rupert Sheldrake

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Cristina Falk

Rupert Sheldrake vertritt seit 1981 die These, daß die materialistisch denkende Naturwissenschaft unfähig war, die Formen in der Natur zu erklären. Er seinerseits führt sie auf «morphische Felder» zurück. Seit Einstein ist bekannt, daß Felder aus «leerem Raum» bestehen. Sheldrake deutet sie als immaterielle Zonen inmitten der materiellen Welt und nennt als Belege Ergebnisse empirischer Untersuchungen. In der Literaturwissenschaft ist seit langem bekannt, daß die Einzelteile der Texte von einem Gesamtzusammenhang umfaßt und durchdrungen werden. Die rationale Erfassung dieses «Sinnganzen» erschien jedoch unmöglich, bis ab 1963 die «Komponentenanalyse» entwickelt wurde. Deren Ergebnisse zeigten, daß Goethe im Recht war, als er sagte, daß der «Geist des Ganzen» vom Dichter nicht selbst gemacht, sondern als «reines Geschenk von oben» empfangen werde. In vier selbständigen Studien zu unterschiedlichen Problemen führt das Buch die Vermutung aus, daß das «morphische Feld» und die «komponentiale Sinnstruktur» Manifestationen desselben Grundphänomens seien, thematisiert aus den Perspektiven der Human- und der Naturwissenschaft.
Aus dem Inhalt: Rupert Sheldrakes «Revolutionierung des wissenschaftlichen Denkens» und die komponentialanalytische Forschung - Selbstorganisation und Gattungspoetik - Die Inspiration in Religion und Dichtung - Zur Wiederentdeckung der Engel.