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Der concursus duarum causarum im klassischen römischen Recht

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Susanne Pfeil

Wird einem Gläubiger von seinem Schuldner eine bestimmte Sache, die ihm aus zwei verschiedenen Rechtsgründen (z.B. aus Kauf und Legat) geschuldet wird, aus der einen causa geleistet, so stellt sich die Frage nach dem rechtlichen Schicksal der zweiten, bislang unerfüllten Obligation. Auch die römischen Juristen haben dieses Problem gesehen und sich seiner in einer Vielzahl von Einzelentscheidungen angenommen. Genau hier setzt die Studie an: Sie untersucht die historische Entwicklung des concursus duarum causarum und zeigt auf, welchen entscheidenden Einfluß der Jurist P. Salvius Iulianus auf die klassische concursus-Lehre ausgeübt hat. Dabei ergeben sich interessante Einblicke unter anderem in das römische Eviktionsrecht.
Aus dem Inhalt: Begriff und Sonderstellung der causa lucrativa - Geschichtliche Wurzeln der concursus-Lehre - Der Zweckerreichungsgedanke - Die Rolle Julians - Parallelen zum Eviktionsrecht - Die Stellung des concursus causarum innerhalb der klassischen Schuldtilgungsgründe.