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Naturlyrik

Über Zyklen und Sequenzen im Werk von Annette von Droste-Hülshoff, Uhland, Lenau und Heine

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Gert Vonhoff

Gerade in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist Naturlyrik sehr beliebt. Man liest die Texte eher als Sammlungen, die oft zyklischen Mustern folgen, nicht mehr nur als einzelne Gedichte. Doch während der Zyklus der >offen
gewordenen Realität die Geschlossenheit einer überindividuellen Struktur entgegensetzt, ist mit Heines Buch der Lieder bereits die Auflösung der hierarchisch gliedernden Bauform gegeben. Sequenzen entstehen, in denen einzelnes aufeinanderfolgt, ohne daß eine harmonische Einheit erzwungen würde. Annette von Droste-Hülshoffs Naturgedichte kennzeichnen den Übergang vom Zyklus zur Sequenz schließlich in besonderer Weise, weil sich viele ihrer lyrischen Arrangements einer programmatischen Festlegung auf Restauration oder Modernität verweigern.
Aus dem Inhalt: Dirk Jürgens: «Im unbefriedeten Ganzen»: Zyklen und Sequenzen in der Restaurationszeit - Gert Vonhoff: Aus Zyklus wird Sequenz: Von Uhlands Wanderliedern zu Püttmanns Wanderbildern - Melanie Binek: Eine Ordnung >zusammengebaut<: Die Elemente von Annette von Droste-Hülshoff im Vergleich mit Harsdörffers Tageszeiten-Zyklus - Tobias Gombert: Kurzzyklen als Ausdruck der Krise: Lenaus Winternacht und Annette von Droste-Hülshoffs Am Weiher - Gracia Bruch: «Mein Auge zündet sich - wo bin ich? - wo? »: Ein Sommertagstraum von Annette von Droste-Hülshoff - Kirsten Ludwig: Gegen das Genrebild angeschrieben: Der Weiher von Annette von Droste-Hülshoff - Sandra Pomp/Thorsten Zumloh: Die Konkretion im Abstrakten: Annette von Droste-Hülshoffs Haidebilder - Dirk Jürgens: Der Schiffbruch des Ichs: Heines Nordsee-Cyklen als Teil des Buchs der Lieder - Björn Bremer: «Wer heut draußen wandelt, braucht keine Gespenster»: Annette von Droste-Hülshoffs Volksglauben in den Pyrenäen - Sabine Scho: Ihr Platz ist dazwischen: Heine und Courbet. Künstler in einer kunstlosen Zeit?