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Reichswehrminister Otto Geßler

Eine Studie zu «unpolitischer» Militärpolitik in der Weimarer Republik

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Heiner Möllers

Reichswehrminister Otto Geßler war der dienstälteste Minister der Weimarer Republik. Trotz dieses Umstandes ist er bislang von der historischen Forschung noch nicht erfaßt. Die Arbeit will nicht nur den Minister, sondern auch den Politiker Geßler vorstellen und ihn anhand seiner Tätigkeit in die politische Landschaft der Weimarer Republik einordnen. Dabei soll sein Wirken an der Spitze der Reichswehr im Spannungsdreieck zwischen Parteipolitik, Reichspräsident und Generalität beschrieben werden. Neben einer umfassenden, wenn auch nicht vollständigen Charakteristik Geßlers gewährt diese Arbeit auch Einblicke in die parteipolitische Landschaft Weimars sowie der Nachlässigkeiten der politischen Führung gegenüber der Reichswehr. Die Reichswehr als «Staat im Staate» war keine Schöpfung des Generals Hans von Seeckt, sondern eine aus der Not geborene und durch die Nachlässigkeiten zahlreicher politischer Entscheidungsträger teilweise bewußt geförderte Unzulänglichkeit des Weimarer Systems.
Aus dem Inhalt: Otto Geßler als Reichswehrminister - «Unpolitische» Reichswehrpolitik in der parteipolitischen Auseinandersetzung - Ebert, Hindenburg und die Reichswehr - Seeckt und die Politik - Reichspräsidentenwahl 1925 - Reichswehrminister und Geheimrüstung - Reichswehr in den Krisen 1920 und 1923 - Kapp-Lüttwitz-Putsch.