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Rilke und Rodin

Auf der Suche nach der wahren Art des Schreibens

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Michaela Kopp

Rilkes Rodin-Monographie wurde von der Forschung bislang als Schwellentext gelesen, soll doch der jugendstilbewegte Dichter unter dem Einfluß des größten Bildhauers der Jahrhundertwende seine subjektive Stimmungslyrik überwunden und zum «Sachlichen Sagen» der Dinggedichte gefunden haben. Obgleich Rilke sich, einer romantischen Tradition folgend, lebenslang als Schüler Rodins stilisiert, trägt die Schrift den Charakter eines eigenständigen literarischen Entwurfs. Rilke projektiert in Rodin seinen Meister, um an dessen Plastiken die eigenen produktionsästhetischen und poetologischen Prämissen formulieren zu können. Der unter dem Signet einer Kunstmonographie publizierte Text ist somit als dichterisches Analogon des Rodinschen OEuvres und als Erweis der eigenen Poetik zu vestehen.
Aus dem Inhalt: Der Dichter und die Künstler - Einfühlungstheorie - Ekphrasis - Unsagbarkeitstopos - Arbeiten wie die Natur - Theorie der Gebärde - Oberfläche, Modelé und Immaterialität - Fragmentästhetik.