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Willensverneinung und Lebensbejahung

Zur Bedeutung von Schopenhauer und Nietzsche im Werk Ricarda Huchs

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Michael Meyer

Die Bezeichnung Neu-Romantik für das Werk Richarda Huchs markiert in der Literatur der Jahrhundertwende eine ideengeschichtliche Neuorientierung. Hinter dem Begriffspaar «Willensverneinung» und «Lebensbejahung» in den theoretischen Schriften Ricarda Huchs verbirgt sich eine Konzeption, welche im lebensphilosophischen Intuitionismus Schopenhauers und Nietzsches die transzendente Überwindung von Kants Phänomenalismus erkennt. Die synkretisch angelegte Position Ricarda Huchs entwickelt in einer Figur regressiven Denkens die Voraussetzung zur metaphysischen Sinngebung in den frühen Romanen; dort lassen sich verschiedene ästhetische Modelle zur Poetisierung nachweisen. Hierzu zählen der Nihilismus ( Ludolf Ursleu), die dionysisch-rauschhafte Lebenssteigerung ( Triumphgasse), die am Ideal des Übermenschen orientierte Selbstüberwindung ( Michael Unger) sowie das Erfassen des Unbewußten ( Könige).
Aus dem Inhalt: Lebensphilosophische Voraussetzungen im Denken Ricarda Huchs - Das Werk Ricarda Huchs im Spiegel der Lebensphilosophie Schopenhauers und Nietzsches: Vom Zwang des Schicksals - Der Niedergang der Familie Ursleu - Regression des Wirklichen durch Aberglauben und Traum - Die Darstellung des Elends in der Triumphgasse - Lebensbejahung durch Selbstüberwindung - Vita somnium breve - Sehnsucht nach der verlorenen Einheit - Von den Königen und der Krone.