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Leiblichkeit der Sprache- Sprachlichkeit des Leibes

Wort, Gebärde, Tanz bei Hugo von Hofmannsthal

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Bettina Rutsch

Die Sprachkrise des modernen Menschen, seine Unfähigkeit zu bedeutungsvoller und verbindlicher Kommunikation, begreift Hofmannsthal als wesentliches Symptom einer Existenzkrise des «europäischen» Individuums. Auf dem Weg einer präzisen Lektüre der Hofmannsthalschen Texte zeigt diese Untersuchung, von welchem Punkt aus nach Hofmannsthals Auffassung die schier unaufhaltsame Bewegung des einzelnen Menschen in eine kosmische Isolation, ein Vakuum völliger Beziehungslosigkeit, allenfalls noch umzukehren wäre: Es geht um eine grundlegende Wiederentdeckung des Ursprungsorts menschlichen Sprechens, nämlich des individuellen Daseins unter den Bedingungen physischer Existenz - Raum, Zeit, Gegenwart des anderen.
Aus dem Inhalt: Sprachkritik als Folge einer kosmischen Isolation des Individuums - Strukturen und Bedingungen des Hofmannsthalschen Individuums - Hofmannsthals dynamische Auffassung des Physischen - Sprachlichkeit des Leibes: Gebärde, Tanz, Wort - Symbolische Sprache der Poesie: Leibliches Werk des Geistes?