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Pygmalion

Vom Künstler und Erzieher zum pathologischen Fall- Eine stoffgeschichtliche Untersuchung

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Claudia Weiser

Der antike Bildhauer Pygmalion erfährt die Belebung seiner Statue. Dieser Stoff hat auf Künstler immer eine große Faszination ausgeübt. Bereits Ovid reflektiert im Pygmalionmythos das Selbstverständnis von Literatur und Kunst. Der Frühromantik dient der Stoff zur Illustration der Idee, daß die Welt poetisiert werden kann. Später führt dieselbe Geschichte das Scheitern dieses Konzepts vor Augen. Das 19. Jahrhundert gewinnt mit der Umdeutung Pygmalions als Erzieher eine neue Lesart. Der Gegenmythos ist schließlich gefunden, wenn Künstler sich mit Midas identifizieren, unter dessen Händen alles zu leblosem Gold wird. Damit analysiert die Arbeit sowohl Deutungen, die Pygmalion als erfolgreichen Künstler präsentieren, als auch solche, in denen Pygmalion scheitert.
Aus dem Inhalt: Pygmalion - Geschichte des Selbstverständnisses von Kunst und Literatur - Einlösung und Demontage einer poetischen Utopie - Original und Nachahmung - Pygmalion als Erzieher - Mythos und Gegenmythos: Midas - Der Künstler zwischen Hoffnung und Wahnsinn.