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Das Menschenbild und die Erziehungstheorien der französischen Materialisten im 18. Jahrhundert

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Ursula Zauner

Am Beispiel von La Mettrie, Helvétius, Holbach und Diderot, den bedeutendsten französischen Materialisten im 18. Jahrhundert, wird der reflexive Bezug von Menschenbild und Erziehung dargestellt. Grundlage ihrer materialistischen Anthropologie ist eine Philosophie, die in der Materie das durchgängige Gestaltungsprinzip alles Seienden sieht und deshalb das theologische Menschenbild in Frage stellt. Im Kampf gegen Privilegien und Vorurteile plädieren die Materialisten für die Vulgarisierung des Wissens als Voraussetzung für Chancengleichheit. Erziehung wird zu einem staatsbürgerlichen Grundrecht und ist Aufgabe des Staates; Erziehungsziel ist der «citoyen». Dies ist der Schritt von der Standesschule zum öffentlichen Schulsystem.
Aus dem Inhalt: Der Mensch: ein Teil der Natur - Egalitätsprinzip - Determinismus und Freiheit - «Das Glück der größten Zahl» - Eigeninteresse und Allgemeininteresse - Erziehbarkeit und Erziehungsbedürftigkeit - Genetische Disposition und Prägung durch die Umwelt - Recht auf Erziehung.