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Hanns Eisler, «Johann Faustus»

Das Werk und seine Aufführungsgeschichte

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Irmgard Schartner

Hanns Eislers Opernprojekt Johann Faustus gehörte in den frühen 50er Jahren zu den umstrittensten Werken der DDR. Der Schönberg-Schüler Eisler beabsichtigte eine deutsche Nationaloper zu komponieren, die die politische Situation der Kriegs- und Nachkriegszeit bezüglich der Haltung des deutschen Intellektuellen zu Faschismus und Diktatur aufzeigen sollte. Die Kulturgewaltigen der DDR lehnten sowohl den Faust der Bauernkriege als auch die Aussage des Werkes ab. Die massive Kritik an Eisler und seinem Libretto war ein Grund für sein Scheitern an der Oper. Der Johann Faustus war aber damit noch nicht gestorben: eine Wiener Theatergruppe verhalf ihm 1974 in Tübingen zur Uraufführung!
Aus dem Inhalt: Umfassendes und neuestes Quellenmaterial zu Hanns Eislers Opernlibretto Johann Faustus – Rezeption und Aufführungsgeschichte in Ost und West – Die Opernfragmente Eislers und ihre Bearbeitung durch Wolfgang Hohensee – Zusammenstellung der Johann Faustus-Schauspielmusiken von Rudolf Stodola und Siegfried Matthus.