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Die Marineschule Mürwik

Architekturmonographische Untersuchung eines Repräsentationsbaues der Kaiserlichen Marine

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Stefan Bölke

Diese Studie zeichnet die Entstehung der Marineschule Mürwik nach, der wichtigsten Ausbildungsstätte der Kaiserlichen Marine. Dabei offenbart sich eine umfangreiche Diskussion um Funktionalität und Stilsprache noch während der Ausführung. Nicht zuletzt ließ auch die Einflußnahme Kaiser Wilhelms II. mit seiner traditionellen Architekturauffassung ein Bauwerk von höchstem repräsentativen Anspruch entstehen, in dem sowohl baukünstlerische Aspekte als auch moderne Wohnansprüche beispielhaft verwirklicht wurden. Zugleich werden zwei wichtige Ausbildungsstätten des Heeres vorgestellt, die für die Vorplanungen der Marineschule eine entscheidende Rolle gespielt und die Diskussion der Entscheidungsträger lange begleitet haben. Doch auch von zwei wichtigen Marineanlagen, die zeitgleich mit der Marineschule entstanden sind, gingen wichtige Impulse aus. Es zeigt sich, daß vor allem nordeuropäische Architekturströmungen aufgegriffen wurden und den späthistorischen Gebäudekomplex in seinem Erscheinungsbild mildern halfen. Geklärt wird außerdem die Frage, ob die historische Marienburg des Deutschen Ritterordens wirklich das tradierte Vorbild war.
Aus dem Inhalt: Planungsgeschichte der Marineschule Mürwik - Vorbilder - Vorentwürfe Franz Schwechtens - Die Diskussion um eine Pavillonanlage - Die Übernahme und Durchführung der Planungen durch den Architekten Adalbert Kelm - Einflußnahme Kaiser Wilhelms II. in die Entwurfsvorgänge - Detaillierte Baubeschreibung der Marineschule Mürwik - Stilgeschichtliche Vorbilder.