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Sunrise über Österreichs Betrieben

Die Adoption thermischer Solaranlagen in Unternehmen des Gewerbe und des Tourismus in Österreich- Eine empirische Bestandsanalyse

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Doris Brunner and Jürgen Mellitzer

Österreich nimmt bei der Verbreitung thermischer Solaranlagen in Privathaushalten eine Spitzenstellung in Europa ein, allerdings blieb die Anwendung bisher in Gewerbe und Tourismus auf wenige Pioniere beschränkt. Ziel der Forschungsarbeit war es, die hemmenden und fördernden Faktoren für eine betriebliche Nutzung der Solartechnologie zu identifizieren. Für die Vielzahl der dabei zu berücksichtigenden Faktoren wurde das neo-behavioristische Stimulus-Organismus-Response-Modell gewählt, mit Hilfe dessen exogene Faktoren (wie Branchensituation, regionale Einflüsse, Förderungen), unternehmensinterne Faktoren (wie Investitionsverhalten, Organisationsstruktur, ökonomisches und energetisches Profil) sowie Stimulivariablen (wie Informationen) analysiert wurden. Die 282 untersuchten Unternehmen wurden nach den drei Typen «Anwender», «Ablehner» und «Überleger» systematisiert, welche sich hinsichtlich ihrer Wahrnehmung und Nutzenempfindung der Solartechnologie unterscheiden. Grundsätzlich ist festzuhalten, daß die Anforderungen an Amortisation sowie die mangelnden Informationen über die Einsatzmöglichkeiten entscheidend die Diffusion hemmen. Trotz dieser widrigen Bedingungen erscheinen die «Überleger» als vielversprechende Multiplikatoren für einen weiteren Nachfrageschub am Solaranlagenmarkt.
Aus dem Inhalt: Adoptions- und Innovationstheorien - Einsatzmöglichkeiten thermischer Solaranlagen im betrieblichen Leistungserstellungsprozeß - Konzeptioneller Rahmen zur Analyse des Adoptionsverhaltens von Gewerbe- und Tourismusbetrieben in Österreich - Empirische Ergebnisse der Gewerbe- und Tourismusbefragung.