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Die Entwicklung staatlich organisierter Herrschaft in frühen Hochkulturen am Beispiel des Vorderen Orients

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Werner Leuthäusser

Die Arbeit untersucht generelle Prinzipien der Entwicklung staatlich organisierter Herrschaft in frühen Hochkulturen am Beispiel Mesopotamiens. Sie baut auf einem an dem herrschaftssoziologischen Begriffsapparat Max Webers orientierten und zugleich dialektischen Konzept sozialen Wandels auf. Die Ausbildung staatlicher Herrschaftsformen wird als eine der Entwicklungsmöglichkeiten der frühen Hochkultur angesehen. Deren theokratisch-hierokratische Herrschaftsstrukturen werden aus der stellvertretenden Ausführung von Opferhandlungen erklärt, die zu einer Monopolisierung zunächst der symbolischen, dann auch der materiellen Reproduktionsbedingungen führt. Die durch das Erreichen von Wachstumsgrenzen bedingten Ressourcenkonkurrenzen lösen mit der Institutionalisierung von externer und interner physischer Gewalt den Entwicklungsschritt zu staatlich organisierter Herrschaft aus.
Aus dem Inhalt: Gesellschaftstheoretische Bestimmung und Klassifikation sozialer Evolution - Entwicklung eines epigenetischen Phasenmodells der Entwicklung staatlich organisierter Herrschaft auf der Basis der Weberschen Herrschaftssoziologie - Entwicklungsschritte der Intensivierung des gesellschaftlichen Naturverhältnisses - Wandel der gesellschaftlichen Vermittlung des Naturverhältnisses - Wandel der Organisation politischer Herrschaft - Wandel der Legitimation politischer Herrschaft.