Show Less
Restricted access

Untersuchung zur Dichtung Rilkes, Eliots und Pasternaks

Series:

Jelena Volic-Hellbusch

Im poetischen Verfahren von Rilke, Eliot und Pasternak werden die traditionellen Formen verändert und mit einer neuen Funktion versehen. Sie dienen der Harmonisierung von voneinander unabhängigen Gedichtelementen und zeugen von der Intention, das Partikuläre in der Gesamtheit aufzulösen. Die Dichtung hat eine Abgeschlossenheit von in sich kohärenten Gedichtteilen, die nicht mehr eine rhythmische und graphische Symmetrie markieren, sondern semantische Einheiten runden und eine innere Struktur herstellen: Das ist bei Rilke der Augenblick, der in der Kompaktheit der Sonettform gefaßt wird, bei Eliot eine breit angelegte, Zeit und Raum erfüllende, flächendeckende Struktur und bei Pasternak eine in der Zeit linear verlaufende Bewegung. Das Gedicht bei Rilke, Eliot und Pasternak ist auf eine fest umgrenzte, einheitliche Raum-, Zeit- und Ereignisspanne beschränkt und zeigt einen Ausschnitt aus einem Ganzen.
Aus dem Inhalt: Die Gedichtszyklen - Die Strophe als geschlossene Form - Das poetische Verfahren: Wiederholung, Refrain, Enjambement, Reim, Alliteration und Interpunktion - Vergleich und Metapher - Die Funktion der Nomina - Die veränderte Funktion von Wortarten - Die dramatischen Elemente im Gedicht.