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Identitätskrisen und unentschiedene ethnische Identität

Das Individuum im Spannungsfeld zweier Kulturkreise vor dem Hintergrund verschiedener Epochen der Besiedlungsgeschichte Australiens, dargestellt in der jüngsten australischen Erzählliteratur

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Barbara Ergenzinger

Die Arbeit untersucht die literarische Behandlung der Konflikte von Menschen, die am täglichen Leben und an der Kultur von zwei ethnischen Gruppen Australiens teilhaben, der Aborigines und der Weißen britischer Herkunft. Analysiert werden die Romane Remembering Babylon von David Malouf (1994), The Second Bridegroom von Rodney Hall (1992), Bahra Bay von George Watt (1992) und Wanamurraganya, die von Sally Morgan veröffentlichte Autobiographie des Mischlings Jack McPhee (1989). Die Arbeit versteht sich als literarwissenschaftlich, das Thema der ethnischen Identität verlangt jedoch auch einen Ausblick auf den Diskussionsstand auf ethnologischem Gebiet. Das Thema ethnische Identität reicht in der Literatur verschiedentlich bis an die Grenzen des Identitätsbegriffs und problematisiert ihn. Da auch die Ethnologie keine scharfe Definition zu bieten vermag, liefert die Arbeit neben der literarischen Analyse einen offenen Beitrag, der zugleich auch Herausforderung an Denk- und Diskussionsstrukturen sein soll.
Aus dem Inhalt: Zur Theorie des Begriffs Identität - Ethnizität und Aboriginality - Die historische und soziokulturelle Entwicklung der Urbevölkerung Australiens - Der Aborigine in der Literatur - Identitätskrisen und unentschiedene ethnische Identität in der jüngsten Erzählliteratur (Malouf, Hall, Watt, Morgan) - Die Determinanten von Identität und ethnischer Identität als Ergebnis einer Analyse subjektiver Äußerungen - Der Beitrag zeitgenössischer Literatur zur Beantwortung der Frage nach einer gesamtaustralischen Identität.