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Musik als Repräsentationsgeschehen

Ein musikphilosophischer Rekurs auf Thr. Georgiades

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Doris Dorner

Die wissenschaftskritischen und musikphilosophischen Positionen des Münchner Musikwissenschaftlers Thrasyboulos Georgiades (1907-1977) fanden in Fachkreisen kaum die gebührende Beachtung. Ihre rekonstruierende Aufarbeitung will eine weiterführende Auseinandersetzung sowohl mit Georgiades' Einspruch gegen die Schriftfixiertheit der Musikwissenschaft als auch mit seinen Entwürfen einer spekulativen Musikhistorie und einer phänomenologischen Darstellung des Kulturartefakts Musik anregen. Gegen den metaphysischen Charakter solcher Theoreme wird eine repräsentationstheoretische Pointierung vorgenommen, die die Geschichte der Musik und ihrer Rezeption als Folge produktiver Repräsentationskrisen lesbar macht.
Aus dem Inhalt: Erklingen als Supplement der Notenschrift - Spekulative Musikhistorie und ihre möglichen Fortschrittskriterien - Musikwissenschaft als Effekt einer Repräsentationskrise der Musik - Selbstkonstitution und Nennaktreferenz der Musik.