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Die Musik als zeitgeschichtliches Paradigma

Zu Hesses "Glasperlenspiel</I> und Thomas Manns "Doktor Faustus</I>

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Matthias Schulze

Wenn die beiden bekanntesten deutschsprachigen Schriftsteller ihrer Generation Alterswerke vorlegen, die sich in wesentlichen Aspekten ähneln, weist das auf einen gemeinsamen, literaturgeschichtlich relevanten Nährboden hin. Diesen herauszupräparieren, stellt die primäre Absicht der Arbeit dar. Die Musik als Wurzel beider Texte, als literarisches Formprinzip, private und politische Erlösungsmetapher, steht dabei im Mittelpunkt. Ausführlich wird in diesem Zusammenhang auch die komplexe Rolle Richard Wagners im «Doktor Faustus» untersucht, der dort, wie auch im «Glasperlenspiel», als Sinnbild einer «siechen», endzeitlichen Moderne angesehen wird.
Aus dem Inhalt: Die Thematik im Werk - Musikalische Struktur der Romane - «Dämonische» Diagnose - Wagnerscher Subtext - Durchbruchsversuche zu einem neuen sinnstiftenden System.