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Systembruch und Neuordnung

Reformation und Konfessionsbildung in den Markgraftümern Brandenburg-Ansbach-Kulmbach 1520-1594- Religionspolitik - Kirche - Gesellschaft

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Martin Gernot Meier

Der Verfasser legt die erste wissenschaftliche Gesamtdarstellung der Reformation und Konfessionsbildung in den fränkischen Markgraftümern vor. Die Untersuchung erschließt unveröffentlichte Quellen in Form von Predigten, Gutachten, Visitationsprotokollen, Konsistorialschreiben und Ehegerichtsakten. Dieses neu zutage geförderte Archivmaterial wird mit bereits edierten Materialien und den vorliegenden Einzelarbeiten zusammengeführt und in die Forschung integriert. Auf eine ereignisgeschichtliche Darstellung folgt eine frömmigkeits- und sozialgeschichtliche Auswertung. Die Aufnahme historischer Fragestellungen (wie «normative Zentrierung», «Sozialdisziplinierung») beleuchtet die Auswirkungen der Reformation und Konfessionsbildung auf Staat, Kirche und Gesellschaft. Dabei werden nicht nur die Städte, denen das Forschungsinteresse vorwiegend galt, sondern auch die Dörfer in den Blick genommen. Neben der Freien Reichsstadt Nürnberg stellen die fränkischen Markgraftümer das Kerngebiet der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche in Bayern dar. Die dort getroffenen Lehrentscheidungen beeinflußten die Tradition des bayerischen Protestantismus nachhaltig.
Aus dem Inhalt: Die Markgraftümer Bayreuth-Ansbach-Kulmbach bis zur Reformationszeit - Ereignisgeschichtliche Darstellung der Reformation und Konfessionsbildung unter den Markgrafen Kasimir, Georg und Georg Friedrich - Kirche und Gesellschaft unter dem Einfluß der Reformation und Konfessionsbildung: Auswirkungen auf die Kirche (Pfarrer und Gemeinden) sowie auf die Gesellschaft (Religiosität und Sozialverhalten).