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Die Fuge in der Norddeutschen Orgelmusik

Beiträge zur Geschichte einer Satztechnik

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Reinhard Schäfertöns

Die Entstehung der Fuge läßt sich in der norddeutschen Orgelmusik des 17. und der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts besonders gut verdeutlichen. Der Ort für diejenigen musikalischen Techniken, die später unter dem Begriff Fuge zusammengefaßt werden, ist das freie, mehrteilige Praeludium. Für die Gestaltung eines kontrastierenden Mittelteils wächst ihr hier allmählich der Charakter einer Summa zu, die der satztechnischen Vielfalt einen festen strukturellen Rahmen setzt. Diese Bedeutung wird durch die große Rolle, die sie innerhalb der musiktheoretischen Diskussion des Hamburger Zirkels um Johann Adam Reincken spielt, unterstrichen. Im Werk Dietrich Buxtehudes schließlich können unterschiedliche Modelle von Fugen konstatiert werden, wobei der jüngere Typus sowohl auf die späteren Komponisten norddeutscher Orgelmusik als auch auf den jungen Johann Sebastian Bach großen Einfluß ausgeübt hat.
Aus dem Inhalt: Jan Pieterszoon Sweelincks Kompositionsregeln - Johann Theiles Musikalisches Kunstbuch - Die Generation der Sweelinck-Schüler - Franz Tunder - Matthias Weckmann - Johann Adam Reincken - Dietrich Buxtehude - Nach Buxtehude - Komponisten-Register.