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Fedor Dostoevskij – Weltsicht und Werkstruktur

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Roland Opitz

Dostoevskijs Kompositionsprinzipien werden in diesem Buch untersucht. Ausgangspunkt ist eine Überlegung, die bedeutenden Schriftstellern geläufig ist: daß man die Weltsicht eines Autors weniger an eingestreuten zitierfähigen Sätzen zu zeitgenössischen Sachverhalten erkennt, als an der Art, wie sich die literarischen Gestalten zueinander verhalten, wie sich im Verlaufe des Buches diese Beziehungen verändern.
Die weithin bekannten Romane Schuld und Sühne, Der Idiot, Die Dämonen und Die Brüder Karamazov werden in Aufsätzen behandelt, die auf jeweils unterschiedliche Weise diese Kompositionsprinzipien ermitteln. Ein weiteres Kapitel stellt fest, daß den sehr verschiedenen Romanen doch einheitliche Strukturprinzipien zugrunde liegen. Am Ende wird die Frage aufgeworfen, wie Vladimir Nabokov und Albert Camus auf Dostoevskijs Kompositionskunst zurückgegriffen haben.
Aus dem Inhalt: Beziehungen zwischen den literarischen Figuren der Romane Dostoevskijs – Die Gegensätze der Welt als absolute, unvermittelbare Antinomien – Losungen: Humanismus, Progreß, Frauenfrage.